Ursachen finden – Probleme nachhaltig lösen.
Die Root Cause Analysis (RCA) – deutsch: Ursachenanalyse – umfasst Methoden zur Identifikation der eigentlichen Ursachen von Fehlern oder Problemen bei Produkten und Prozessen.
Ziel ist es, nicht Symptome zu behandeln, sondern die wahre Problemquelle zu erkennen und dauerhaft zu beseitigen.
Die Ursachenanalyse ist ein zentraler Bestandteil vieler Qualitätsmanagement-Systeme, wie etwa Six Sigma oder dem 8D-Prozess.
Wann Ursachenanalyse notwendig wird
Die Root Cause Analysis wird vor allem dann eingesetzt, wenn sich Probleme nicht mehr allein durch Erfahrungswissen lösen lassen – beispielsweise, wenn bekannte Produkte unter neuen Betriebsbedingungen versagen oder unerwartete Fehler auftreten.
Vorgehen und Methodik
Die Grundidee aller RCA-Methoden ist die möglichst präzise Beschreibung des Problems (Symptoms), gefolgt von einer Eingrenzung der potenziellen Problemquellen und der anschließenden systematischen Nachverfolgung des Fehlerweges.
Dabei wird zwischen theoretischen Analysen und versuchsgestützten Methoden unterschieden.
Theoretische Ursachenanalyse
Bekannte Verfahren sind die:
- 5-Why-Fragetechnik
- 6M-Methode (Ishikawa)
Beide Ansätze sind wertvolle Werkzeuge, stoßen aber bei komplexen Problemstellungen an ihre Grenzen, da sie kombinierte Ursachen oft nicht erfassen können.
Systemanalyse nach Vester
Für komplexe Systeme liefert die Systemanalyse nach Vester sehr gute Ergebnisse. Mithilfe der sogenannten Intensitätsbeziehungsmatrix wird Expertenwissen strukturiert und neue Zusammenhänge werden sichtbar – ein entscheidender Schritt für innovative Lösungsansätze.
Versuchsgestützte Ursachenanalyse
Versuchspläne zur Ursachenanalyse verfolgen das Ziel, Probleme experimentell zu eliminieren. Dabei wird zwischen zwei Problemursachen unterschieden:
- solche, die aus dem Produktions- oder Montageprozess resultieren
- und solche, die direkt aus den Bauteilen oder Bauteilkombinationen entstehen
Ein etabliertes Verfahren in diesem Bereich ist die Komponententausch-Methodik, die einen methodisch und statistisch abgesicherten Weg bietet, um bauteilverursachte Probleme zu identifizieren und abzustellen.
Unsere Leistungen
- Anwendung bewährter Methoden der Ursachenanalyse auf Ihre Qualitätsprobleme
- Einsatz der 5-Why-Technik
- Nutzung der 6M-Methode (Ishikawa)
- Anwendung der Vester’schen Intensitätsbeziehungsmatrix
- Problemeingrenzung und -identifikation durch statistische Produktanalyse in der laufenden Fertigung
- Anwendung eines praxisbewährten, mehrstufigen Problemlösungsansatzes
- Durchführung der Komponententausch-Methodik zur Beseitigung bauteilverursachter Probleme
Im Zusammenspiel mit anderen Methoden
Die Root Cause Analysis ergänzt viele andere Methoden der Zuverlässigkeitstechnik, insbesondere Reliability Testing und Warranty Management. In Kombination mit Design of Experiments (DoE) lassen sich Ursachen zudem experimentell validieren und wirksam beseitigen – für eine nachhaltige Qualitätssteigerung.
